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Heimatverein Essen e.V.

Heimathaus

Das Heimathaus, im Volksmund auch „Brands Scheune“ genannt, ist das älteste noch vollständig erhaltene Ackerbürgerhaus in Essen. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Rathaus und zur Pfarrkirche St. Bartholomäus im alten Ortskern an der Peterstraße.

Erbaut hat das Haus im Jahre 1783 der Brinksitzer Franciscus Henricus Brandt, auch kl. Brandt genannt, gemeinsam mit seiner Ehefrau Anna Gesina Brandt, geb. Dickmann. Als bei einem großen Brand 1811 im Essener Ortskern 48 Wohn- und Wirtschaftsgebäude vernichtet wurden, blieb "Brands Scheune" aufgrund günstiger Windverhältnisse von den Flammen verschont.

Im Jahre 1866 kaufte der Kaufmann August Joseph Brand, dessen Vorfahren aus Scharrel stammten und nicht mit den Vorbesitzern verwandt waren, das Haus. Sie betrieben regen Handel mit Waren des täglichen Bedarfs. Die Nachfahren verlegten den Schwerpunkt des Geschäftes auf den Handel mit Manufakturwaren, verkauften aber weiterhin auch Haushaltsartikel, Farben und Lacke.

Ein weiterer Geschäftszweig war der Handel mit Schinken. Diesen kauften Brands bei den Bauern in der Umgebung, räucherten das Fleisch zu Hause und verkauften das Geräucherte mit gutem Gewinn für den Export nach England.

Außerdem betrieb die Familie Brand auch selbst eine kleine Landwirtschaft, die ein Knecht bewirtschaftete.

Vor dem drohenden Verfall ab den 1990er Jahren konnte der Heimatverein das Haus retten und baute es ab 2003 um und aus. Seit 2006 befinden sich dort ein Versammlungsraum für den Heimatverein sowie Räume für das Archiv im Obergeschoss.

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